Programm 2019

Dienstag, 5. November 2019

08:30 Uhr
Registrierung
09:15 Uhr
Begrüßung der Teilnehmer
09:20 Uhr
Keynote
Auch bei Gegenwind: Industrial Usability im eigenen Unternehmen verankern mehr
Warum es sich lohnt, Industrial Usability in die Forschung & Entwicklung zu integrieren, dazu kann gerade Kuka als internationaler Automatisierungskonzern gute Gründe nennen. Von der Usability der Schnittstelle zwischen Mensch und Roboter hängen viele Möglichkeiten ihrer Zusammenarbeit ab. Und das in zunehmend komplexen Systemen. Da reicht es längst nicht mehr, mechatronische Systeme zu entwickeln und davon auszugehen, dass der Nutzer damit glücklich ist.
Im Kern geht es darum: Der Mensch steht immer im Mittelpunkt. Nur, was passiert, wenn diese nutzerzentrierte Sicht auf die eingespielte technische Fokussierung trifft? In vielen technologiegetriebenen Unternehmen sind das noch immer zwei Welten. Wie also lässt sich die Industrial Usability in die Forschung & Entwicklung eines Maschinenbauers integrieren? Jessica Rademacher arbeitet bei Kuka an der Realisierung und erzählt von ihren Erfahrungen mit Chancen und Hürden direkt aus Praxis.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Integration von Industrial Usability in die Forschung & Entwicklung
  • Mehrwert einer nutzerzentrierten Orientierung

Referent: Jessica Rademacher | Head of User Experience im Bereich Forschung und Entwicklung | Kuka AG

Jessica Rademacher ist Head of User Experience im Bereich Forschung und Entwicklung bei Kuka.

09:50 Uhr
Impulsvortrag
Scrum, Design Thinking & Co: Passt jede Methode zu jedem Unternehmen? mehr
Digitalisierung und Digitale Transformation gehen Hand in Hand mit den Begriffen Innovation sowie Agilität. Und noch immer versuchen Unternehmen heilsbringende Methoden wie beispielsweise Scrum, Design Thinking oder Gamification ungeachtet ihrer Unternehmensstruktur und -kultur einzuführen. Viele Bestandteile dieser Methoden stellen User Centered Design und Usability in den Mittelpunkt.
Passt aber wirklich jede Methode zu jedem Unternehmen? Konstrukteure und Entwickler im Maschinen- und Anlagebau, die über Jahre oder Jahrzehnte in festen Strukturen sowie funktionierenden Prozessen Produkte entwickelt haben, werden nun mit einer gänzlich neuen Herangehensweise und Haltung konfrontiert. Gilt es nicht, sich im Vorfeld intensiv Gedanken über die „passenden“ Werkzeuge zu machen?

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Einblicke und Erkenntnisse über den Einfluss von Kultur auf Innovations- und Kreativitätstechniken sowie -methoden

Referent: Dr. Peter Döppler  | Organisationsentwicklung | Wittenstein SE

Dr. Peter Döppler hat nach dem BWL-Studium zunächst lange den Bereich „Prozessentwicklung Vertrieb“ in der Wittenstein SE geleitet, Schwerpunkte waren im ERP-Umfeld die Schnittstellen zur Produktion und Logistik. Berufsbegleitend absolvierte er an der Dresden International University den Masterstudiengang Kommunikationspsychologie. Mit Beginn seiner Promotion (Thema: „Digitale Reife von KMU und Familienunternehmen“) an der TU Dresden am Lehrstuhl für Bildungstechnologien wechselte er in die Assistenz-Position des Vorstandes der Wittenstein SE. Parallel gründete er mit Partnern eine wirtschaftspsychologische Unternehmensberatung. Seit 2019 ist er im Bereich Organisationsentwicklung in der Wittenstein SE tätig. Darüber hinaus arbeitet er seit mehreren Jahren als Dozent an verschiedenen deutschen Hochschulen.

10:20 Uhr
Aussteller-Spotlights
Produkte und Services der Aussteller im Fokus
10:45 Uhr
Kommunikations- und Kaffeepause

Parallele Sessions 1

11:15 Uhr

Neue Technologien und innovative Anwendungen
11:15 Uhr: Touchscreen war gestern?
HMI 5.0 – Bedientechnologien der Zukunft mehr
Sprachsteuerung ist dank Alexa, Siri und Co. in vielen Bereichen schon etabliert. Wird man in wenigen Jahren Maschinen und Anlagen noch mittels Touchscreens bedienen? Oder halten künftig auch in der Industrie neue Technologien wie Eye Tracking, Virtual Reality (VR), Augmented Reality (AR) oder Sprachsteuerung Einzug? Was muss ich bei meinem nächsten Gerätedesign berücksichtigen?

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Einsatz AR und VR, aktuelle Bedientechnologien
  • Möglichkeiten des Eye Tracking
  • multisensuelles HMI

Referent: Rudolf Sosnowsky | CTO/Technischer Leiter |
HY-LINE Computer Components Vertriebs GmbH

Rudolf Sosnowsky schloss das Studium der Elektrotechnik an der Hochschule in Darmstadt mit dem Diplom ab. Er arbeitete in der Entwicklung für Automobil-Elektronik und bei einem Hersteller von LCDs. Als Leiter Technik (CTO) beschäftigt sich er sich bei HY-LINE Computer Components mit Innovationen und Trends und der Einführung neuer Technologien.

11:45 Uhr: Neue Dimension der Mensch-Maschine-Interaktion: Vibrationsmuster im haptischen Shirt
Referent: Isabella Hillmer | CPO und Co-Founder | Ghost – feel.it GmbH

Als Mitgründerin und CPO des Startups Ghost – feel.it kann die Neurowissenschaftlerin Isabella Hillmer ihren interdisziplinären Background in Neuropsychologie und Industrial Design sowie ihre Forschungserfahrung nutzen. Diese Kombination aus Know-how setzt sie ein, um User Experience Design zu gestalten.

12:15 Uhr: Augmented Reality for Digital Industries:
Digital Twin mit AR-App für den Fertigungsprozess mehr
Wie Augmented Reality im Maschinen- und Anlagenbau unterstützen und die Time-to-Market-Zeiten verkürzen kann, zeigt ein konkretes Projekt von Siemens für das chinesische Unternehmen Bohzon. Hier wurde die Maschine virtuell auf einem digitalen Twin in Deutschland konstruiert und später in Betrieb genommen, während die reale Maschine parallel in China gebaut wurde.
Für die HM18 wurde in Kooperation zwischen Vorfeldentwicklung und dem Industrial Design Management eine AR-basierte App entwickelt: Use Cases zum Fertigungsprozess im sogenannten Bohzon Demonstrator wurden stilistisch sichtbar gemacht und ein UI-Konzept zum Abbilden der Maschinenfunktionen generiert.
Im virtuellen Main-Screen hat der User bzw. Betrachter die Möglichkeit, zusätzliche Daten/KPIs zum Fertigungsprozess abzurufen, auch Details zum Energiestatus der Maschine. Das User Interface Design greift auch Operator-Funktionen der komplexen Automatisierungs- bzw. Engineering Tools auf, was sich vor allem durch die Gestaltung der Controls und Icons erkennen lässt.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Kooperation Entwickler und Designer
  • Oberflächendesign prägt innovativen Charakter

Referent: Judith Onodi-Wolff | Senior Key Expert Usability Ergonomics | Siemens AG

Die Dipl.-Kommunikationsdesignerin Judith Onodi-Wolff ist zertifizierte Usability Consultant (Nielson Norman Group) und ist bei der Siemens AG als Senior Key Expert Usability Ergonomics beschäftigt, nach über sechs Jahren als Industrial Design Manager/UX Design und Projektmanagement bei Siemens. Zuvor arbeitete sie u.a. als Freelancerin im Bereich klassische Werbung und digitale Medien und als Art Director bei Publicis Interaktive/Phocus Event Marketing

Referent: Dipl. Inf. Wolfgang Wohlgemuth | Project Manager | Siemens AG

Wolfgang Wohlgemuth hat die Leitung strategischer Projekte in der Technology Group inn, u.a. „AR/VR Solutions for Digital Industries. Er arbeitet im Bereich Operating Company Digital Industries bei der Siemens AG. In den 1980ern schloss er ein Studium der Informatik an der FAU Erlangen/Nürnberg mit Schwerpunkt Mustererkennung ab. Seit 1985 arbeitet er bei der Siemens AG, zunächst als Trainee in den Aufgabenfeldern Entwicklung, Inbetriebsetzung, Service, dann als SW-Entwicklungsingenieur in den Themenbereichen Methoden der Künstlichen Künstlichen Intelligenz und Wissensbasierte Systeme. Seit 1993 übernimmt Wohlgemuth Projektmanagement und Führungsaufgaben im Vorfeld der Automatisierungs- und Antriebstechnik (heute Digital Industries), u.a. für Diagnose- und Engineering Systeme sowie innovative Interaktionstechniken und Unterstützungssysteme. Berufsbegleitend studierte er Politikwissenschaft/Öffentliches Recht an der FAU, Schwerpunkt Menschenrechte.

Parallele Sessions 2

11:15 Uhr

Software und Tools
11:15 Uhr: Webbasiertes Redaktionssystem:
HMI Konfiguration von Industriemaschinen mehr
Anhand eines Referenzprojektes für den Verpackungsmaschinenhersteller Rovema wird der Entstehungsprozess eines modernen User Interfaces beschrieben, das über ein webbasiertes Redaktionssystem voll projektierbar ist. Das System unterstützt den User bei der Erstellung eines HMIs auf eine innovative und bislang wohl noch einzigartige Weise.
Der Applikationsingenieur definiert lediglich die Funktionen des HMIs und wählt die für die Projektierung benötigten vorgefertigten Module aus einer Bibliothek. Er kann Controls selbst zu logischen, wiederverwendbare Einheiten zusammenstellen und in der Bibliothek verfügbar machen. Die Erstellung des User Interfaces erfolgt auf Basis der hinterlegten Layout-Regeln vollautomatisch und responsiv für alle benötigten Bildschirmgrößen. Kollaborieren und Zurückverfolgen von Änderungen über ein zentrales Versionierungssystem sind elementare Features und ermöglichen HMI-Projektierung mit hoher Effizienz.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Webbasiertes Redaktionssystem für HMIs

Referent: Dipl. Des. Kommunikationsdesign (FH) Markus Buberl | Geschäftsführer | HMI Project

Markus Buberl studierte an der Fachhochschule Würzburg Kommunikationsdesign und arbeitete danach lange Jahre als freier Mitarbeiter im Bereich User Interface Design. 2011 gründete er HMI Project, ein Büro, das Human Machine Interfaces für industrielle Anwendungen gestaltet.

11:45 Uhr: Chatbots in Prozessleitsystemen:
Wie virtuelle Assistenten Mehrwert schaffen mehr
Klassische Visualisierungslösungen leiten Benutzer per Tipp-, Wisch oder Klickgesten durch diverse Anwendungsbereiche. Die Realisierung von intuitiven GUIs ist besonders im Bereich Industrie eine Herausforderung. Gefordert ist, die komplexe Beziehung zwischen Maschinen, Anlagen und Prozessen abzubilden. Um das zu meistern, könnten virtuelle Assistenten eingesetzt werden, welche einen Dialog simulieren und auf sprach- oder textbasierte Information reagieren. Im Consumer-Bereich sind solche Assistenten bereits erfolgreich im Einsatz.
Eine Anwendung im industriellen Bereich ist allerdings bis jetzt noch ausgeblieben. Um mögliche Vorteile von virtuellen Assistenten darzustellen, wird die Usability von solchen Anwendungen anhand eines Prototyps betrachtet, welcher mit Atvise SCADA umgesetzt ist.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Vorteile von Chatbots in industriellen Anwendungen
  • Möglichkeiten für die Integration von Chatbots in industriellen Anwendungen
  • Potenziale von NLUs (Natural Language Understanding Engines)
Referent: Kevin Horvath  | CERTEC EDV GmbH

Kevin Horvath ist für das Produktmanagement der Atvise-Produktlinie bei Certec EDV zuständig. Dort begann er zunächst als Applikationsentwickler und war an der Gestaltung und Entwicklung von Visualisierungslösungen in Zusammenarbeit mit Kunden beteiligt. Sein Background: Abschluss an der Höheren Technischen Lehranstalt in Eisenstadt im Bereich Mechatronik und Automatisierungstechnik, Bachelor-Studium im Bereich IT-Infrastruktur Management mit einer Abschlussarbeit über den Einsatz von virtuellen Assistenten im Bereich von mobilen Anwendungen.

12:15 Uhr: Glaubensfrage: HTML oder native Lösung?
UI-Technologien für industrielle HMIs mehr
Eine für alles oder jede nur für einen Zweck? HTML oder native Lösung? Ein Vergleich aktueller Ansätze mit Ausblick auf die Zukunft. Obwohl sicher mehr als eine Glaubensfrage oder einfach nur Geschmackssache, gibt es dennoch im Bereich der UI-Technologien immer wieder den einen oder anderen Hype und jede Menge Gerüchte. Die nüchterne Betrachtung und Abwägung der Vor- und Nachteile sollten aber nicht zu kurzkommen. Anhand von verschiedenen Endgeräten und Anwendungsfällen wird auf die Technologien und deren Stärken und Schwächen sowie auf deren Usability eingegangen.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • aktuelle UI-Technologien
  • Anwendungsgebiete
  • Stärken und Schwächen

Referent: Stefan Niermann | Vertriebsingenieur | INOSOFT GmbH

Stefan Niermann ist bei der Inosoft GmbH verantwortlich für den Bereich Vertrieb. Auf Basis seiner langjährigen Erfahrung in der Entwicklung des Prozessvisualisierungssystems Visiwin berät er heute Interessenten und Kunden.

12:45 Uhr
Kommunikations- und Mittagspause
13:45 Uhr
Kongress-Highlight
HMI-Studie 2019:
Die aktuellen Ergebnisse der neuen Fraunhofer IAO Studie
Exklusiv und zuerst für die Kongressteilnehmer mehr
HMI-Tool-Landschaft von heute und morgen: Es ist mehr als eine reine Schnittstelle zu industriellen Prozessen, das Human-Machine Interface (HMI) ist inzwischen Aushängeschild, Qualitätsmerkmal und ein wichtiger Vermittler einer positiven User-Experience (UX). Die intelligente Unterstützung und die Kooperationsmöglichkeit zwischen Designern und Entwicklern gewinnen so enorm an Stellenwert.
Fokus dieser aktuellen Studie ist die Unterstützung des Designprozesses und die verschiedenen Produktions- und Automatisierungsebenen. Bestimmte Funktionen und Technologien spielen dabei natürlich auch eine Rolle, immerhin befinden wir uns in einem sehr technologiegetriebenen Themenfeld. Uns ist wichtig mit dieser Studie zu erfassen, wie einfach oder komplex das Ziel erreicht werden kann. Wir wollen ein Gespür dafür vermitteln, wie sich eine Grundauswahl an Werkzeugen treffen lässt, die dann in die nähere Auswahl kommt.
Die HMI-Tool-Studie 2019 knüpft an die beiden vorangegangenen HMI-Studien „Usability und Human-Machine Interfaces in der Produktion“ und „Potenziale der Mensch-Technik Interaktion für die Effiziente und vernetzte Produktion von Morgen“ an. In der aktuellen Studie gehen wir auf die zahlreichen Anfragen ein. Und wir geben einen neuen Überblick über die Tool-Landschaft.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • welche HMI-Tools sich für wen, wofür und wie eignen

Referent: David Blank | Fraunhofer IAO

KNOW-HOW "to go" 1+2

14:15 Uhr

Open-Space
14:15 Uhr:
Top-Kriterien der Industrial Usability
Referent: Experten des Tages beantworten die Teilnehmerfragen
Workshop (begrenzte Teilnehmerzahl)
14:15 Uhr:
Ihre persönliche Roadmap durch HMI-Projekte mehr
Welche Ihrer Anforderungen und Wünsche spielen beim Einsatz von HMI-Tools von morgen eine Rolle? Anbieter und Anwender: Gemeinsam werden Anforderungen und Bedarfe der Workshop Teilnehmer gesammelt und bewertet. Welche Themen stehen für Sie und Ihr Unternehmen heute, morgen und übermorgen im Mittelpunkt? Zusammen wollen wir eine Roadmap herauskristallisieren: für die Themen, die nicht nur für den Einsatz von HMI-Software für Ihr Unternehmen relevant sind, sondern auch für weitere zielgerichtete IT-Anwendungen wie z.B. Apps in der Produktion. Workshop Teilnehmern können sich zu den Themen austauschen und diskutieren.

Das lernen die Teilnehmer im Workshop:
  • Roadmap durch HMI-Projekte

Referent: Andreas Schuller | Fraunhofer IAO
Referent: Philipp Seyschab  | Fraunhofer IAO
15:15 Uhr
Kommunikations- und Kaffeepause

Parallele Sessions 3

15:45 Uhr

Management und Strategien
15:45 Uhr: Industrial UX-KPIs:
Wie intelligente Informationen zu richtigen Aktionen führen mehr
Es hört sich ja ganz nett an, wenn Firmen versichern „wir machen jetzt UX“ oder „wir sind mit UX ganz vorne dabei“. Aber zum einen bleiben Ansätze mit Bezug zu UX & Usability oft in oberflächlichen Effekten hängen, ohne strukturell in der Qualität eines Systems Spuren zu hinterlassen. Zum anderen werden diese Ansätze immer wieder ob ihrer Sinnhaftigkeit hinterfragt oder gar angegriffen. Wir können dieser Situation entgegenwirken, indem wir das Thema UX über Key-Performance-Indikatoren greifbarer und somit Effekte und Zusammenhänge transparent machen. Dabei ist es wichtig, nicht auf Messpunkte wie Klick-Raten oder Time-on-Task zu sehen, sondern differenzierte Leistungsindikatoren herauszuarbeiten, die sowohl die UX eines Systems wie auch den Gestaltungsprozess erfassen.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Verstehen, was UX-KPIs sind und was sie aussagen können
  • Kennenlernen des Zusammenhangs von UX-KPIs und Schwellenwerten, Zielwerten und Sollwerten
  • Verstehen, welche Maßnahmen von UX-KPIs abgeleitet werden können, sollten oder müssen

Referent: Clemens Lutsch | Head of UX Strategy | Centigrade GmbH

Clemens Lutsch arbeitet seit 1994 im Bereich Usability/User Experience. Er betreut und entwickelt das Themengebiet „UX Strategie“, in dem unter anderem neue Wege im Innovationsmanagement, in der Organisationsentwicklung und für die Integration des Human-Centered Designs in die Unternehmenskultur begangen werden. Der Industrieanthropologe und Trainer arbeitete an einer Reihe von internationalen Standards im Feld Software-Ergonomie, zum Beispiel als Editor des Projektes ISO 9241— Part 161. Clemens Lutsch war zwei Jahre Fachvorstand der German UPA und ist im Beirat der Personenzertifizierungsstelle des Fraunhofer Institutes.

16:15 Uhr: HMI: Grafische Benutzeroberfläche oder der Schlüssel zur Digitalisierung? mehr
Unsere Zukunft wird bestimmt von selbstlernenden Maschinen, sich selbst reorganisierenden Produktionslinien und kommunizierenden Komponenten. Das Verständnis von Wertschöpfungsketten und Arbeitsmodellen befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Ein wichtiger Faktor in diesem sich rasant verändernden Umfeld ist der Mensch. HMIs dominieren die Schnittstelle Mensch und Maschine mehr als jemals zuvor. Sie haben im letzten Jahrzehnt eine Verbreitung in fast allen Lebensbereichen gefunden.
Was sind die Gründe für dieses Erfolgsmodell, und wo liegen die Grenzen? Werden grafische Benutzeroberflächen auch die Zukunft dominieren, oder bringen Entwicklungen wie Machine Learning und der Umbruch in der Arbeitswelt völlig neue Schnittstellen in die Kooperation zwischen Maschinen und Menschen? Der Wandel ist digital!

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Grenzen grafischer Benutzeroberflächen
  • HMIs als Tool für klar gegliederte ergonomische Bedienoberflächen

Referent: Dipl. Des. (FH) Marcel Pfeiffer | Head of Design & Brand | Zimmer Group

Marcel Pfeiffer verantwortet die Bereiche Design, Marke und Digital Services bei der Zimmer Group. Nach seinem Industriedesign-Studium hat er in der Luftfahrtindustrie bei Airbus AG und Boeing Inc. in den Bereichen Design und Vorentwicklung gearbeitet. Darauf folgten leitendende Positionen Sportartikelindustrie und im Maschinenbau bei der Homag Group AG.

16:45 Uhr: Innovationskultur: Kontinuierliche Innovation als Absicherung gegen Disruption mehr
Die Geschwindigkeit, mit der sich Unternehmen entwickeln und verändern, nimmt stetig zu. Täglich kommen neue Startups auf den Markt, dringen in ihnen eigentlich fremde Industrien vor und mischen alteingesessene Unternehmen auf. Bekannte Branchengrößen wiederum entdecken völlig neue Geschäftsfelder und -modelle für sich. Es stellt sich daher die Frage, wie man in diesen dynamischen Zeiten der technologischen Konvergenz Klarheit für das eigene Unternehmen schaffen kann, um sich zumindest teilweise abzusichern gegen Disruption.
Davor schützt nicht allein die digitale Frischzellenkultur von Benutzeroberflächen, sondern ein radikales Überdenken der eigenen Produkte und Dienstleistungen – bis hin zu einem ganzheitlich nutzerzentrischen Ökosystem, welches die Kunden nicht mehr missen möchten. Hierzu braucht es jedoch eine Portion Mut und vor allem eine etablierte Innovationskultur, die nicht nur Ideen, sondern konkrete Handlungsempfehlungen hervorbringt.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Grundlagen des Innovationsmanagements
  • Etablierung digitaler Geschäftsmodelle
  • Umgang mit cyberphysikalischen Produkten

Referent: Sasha Milinkovic | Mitinhaber | Konvergenz Studio GmbH

Sasha Milinkovic ist studierter Usability Engineer und verantwortet aktuell als Managing Partner der Konvergenz Studio GmbH die Bereiche UX-Design, Research und Strategy. Gemeinsam mit renommierten Unternehmen im Industriesektor wie der Hoffmann Group, Wirtgen Group und BMW entwickelt er innovative nutzerzentrierte, digitale Produkte und Geschäftsmodelle.

Parallele Sessions 4

15:45 Uhr

Methoden und Normen
15:45 Uhr: User Experience erfolgreich implementieren:
Von der ersten Idee bis zur Umsetzung mehr
User Experience verbindet die Wünsche von Nutzer*innen mit den strategischen und operativen Zielen von Unternehmen sowie den Möglichkeiten moderner Technologie. Damit User Experience erfolgreich implementiert werden kann, gilt es, die unterschiedlichsten Themen und Perspektiven gezielt zusammenzubringen.
Wie kann sichergestellt werden, dass von Beginn an alle Beteiligten erfolgreich im Boot und unterschiedlichste Perspektiven vereint sind, das „Big Picture“ Schritt für Schritt in die Realität transferiert wird und die Möglichkeiten moderner Technologie sinnvoll genutzt werden?

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Möglichkeiten, den UX-Reifegrad im Unternehmen zu optimieren
  • Handlungsfelder im Unternehmen zur Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit


Referent: Martin Baumann | Managing Partner, Digital Product Design | Designsensor AG

Martin Baumann ist Managing Partner der Designsensor AG. Er arbeitet seit 1998 als Interface Designer und entwickelt und gestaltet nutzerzentrierte, ganzheitliche Interfaces mit optimaler Usability für digitale Produkte und Services. Sein Wissen gibt er seit über 20 Jahren an Fach- und Fachhochschulen weiter, u.a. an der FHNW IID Institut Industrial Design.

Referent: Michael Schärlig  | Managing Partner, Digital Product Design | Designsensor AG

Michael Schärlig ist Managing Partner der Designsensor AG. Er arbeitet seit 2008 als Interface Designer und entwickelt und gestaltet nutzerzentrierte, ganzheitliche Interfaces mit Usability für digitale Produkte und Services. Sein Wissen gibt er seit über zehn Jahren an Fach- und Fachhochschulen weiter, u.a. an der Hochschule für Technik im Fach Usability und User Interface Design.

Referent: Petra Schmäh | Partner, Strategic Product Design + User Research | Designsensor AG

Petra Schmäh ist Partnerin der Designsensor AG. Sie arbeitet seit 1998 als strategische Beraterin und entwickelt und gestaltet Strategien, Nutzungs- und Sprachkonzepte sowie Informationsarchitekturen für digitale Produkte und Services. In den vergangenen 20 Jahren leitete sie zahlreiche Digitalprojekte im Verwaltung- und Industrieumfeld. Ihr Wissen gibt sie im Rahmen interner und externer Workshops in Unternehmen und an Fachhochschulen und Fachschulen weiter. Sie studierte Betriebswirtschaftslehre, Kommunikationswissenschaften und Konfliktmanagement in Deutschland, Australien und der Schweiz. Seit den 1990er Jahren beschäftigt sie sich mit der Digitalisierung von Kunden- und Backoffice-Prozessen sowie mit Projektprozessen für die Entwicklung und Realisierung digitaler Produkte und Projekte.

16:15 Uhr: MMS in der Fabrikhalle 2030:
Szenarien und Gestaltungsregeln mehr
Wie lassen sich Arbeitsplätze in der Fabrikhalle von 2030 gestalten – und nach welchen Regeln? Der VDE gestaltet im Praxisnetz Digitale Technologien seit Herbst 2018 die künftige Mensch-Maschine-Schnittstelle für neue digitale Technologien am Arbeitsplatz in der Produktion. Dafür hat ein Arbeitskreis 2019 sechs Referenzszenarien herausgearbeitet: die Kooperation mehrerer Nutzer in unterschiedlichen Rollen beim Maschineneinsatz, der Umgang mit selbstlernenden, adaptiven Systemen am Beispiel fahrerloser Transportsysteme, VR/AR in der Wartung, der Umgang mit Unterschieden etwa zwischen Kulturen, Generationen, Bildungsniveaus, Überforderungsschwellen, die Maschine als Lernort und intelligente Unterstützung in Ausnahmesituationen.
Basierend auf diesen Szenarien erarbeitet der Arbeitskreis Input für die Überarbeitung der EU-Maschinenrichtlinie, neue Normenwerke und generieren Handlungsempfehlungen für die Politik. Der Vortrag stellt die Szenarien und die Ergebnisse vor.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Zukünftige Anwendungsszenarien der MMS der Fabrikhalle 2030
  • Vorhanden Gestaltungsregeln und -bedarfe
  • Gemeinsame Gestaltungs-Überlegungen

Referent: Jessica Fritz | Managerin digitale Technologien und Anwendungen |
VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.

Jessica Fritz arbeitet seit 2018 als Managerin digitale Technologien und Anwendungen und ist zudem Normungsreferentin VDE|DKE (DKE/UK 931.1 IT-Sicherheit in der Automatisierungstechnik). Zuvor war sie bereits als Projektmanagerin VDE|DKE tätig.

16:45 Uhr: Safety: Sichere drahtlose Maschinen- und Roboterbedienungen mehr
Drahtlose sichere Maschinenbedienung im industriellen Umfeld ist nicht völlig neu, aber was hat sich hier in den letzten Jahren geändert hat – auch in puncto Bedienkomfort und Einfachheit der Integration? Welche Fragen stellen sich Anwender bei der Bedienung, was wird gerne in der Konzeption übersehen, was wird in der Entwicklung und Entscheidung manchmal unterschätzt? Wird Kabelersatz oder WLAN mit Safety erwartet – ist das nicht das gleiche? Hierzu gibt es Antworten.
Aus diversen Gründen, z.B. auch aufgrund von mangelnder Usability, sind manche sichere Wireless-Entwicklungen am Markt sehr eingeschränkt erfolgreich gewesen. Es werden verworfene Konzepte verglichen und aus normativer Sicht die Entwicklungen der Sicherheitsbauteile, die Wireless-Lösungen prägten, betrachtet.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Stand der Technik bei sicherer mobiler Maschinenbedienung
  • Überblick verschiedener Wireless-Konzepte
  • Anforderungen und Trends des Marktes

Referent: Dr. Christian Hüttner | Produktmanager | KEBA AG

Christian Hüttner widmete sich nach dem Studium der Mechatronik in Linz der Magnetlagertechnik mit dem Fokus auf Blutpumpen. Danach folgten Projekte in der Intralogistik bei TGW. Bei KEBA prägt er nach einiger Zeit im Key Account Management nun seit über zehn Jahren die mobile HMI Produktreihe als Produktmanager. Die mobilen Bediengeräte sind das Feld im dem KEBA die größte Marktdurchdringung aufweist. Berufliche Schwerpunkte: Serienproduktion und Individualisierung, Produktmanagement, Innovationsmanagement.

Parallele Sessions 5

15:45 Uhr

Fokus IIoT
15:45 Uhr: Lösungsorientiertes Design im IIoT mehr
Die Digitalisierung beeinflusst alle Disziplinen der Fertigungstechnologie. Durch das Industrial Internet of Things (IIoT) und Cloud Computing liegen unermessliche Mengen an Daten vor. In diesen Daten steckt das Potenzial, die Produktivität und Effizienz zu steigern und neue Geschäftsmodelle und Strategien zu etablieren.
Die Herausforderungen: Maschinendaten sollen zentral verwaltet und überwacht werden. Störungen oder Optimierungspotenziale sollen direkt erkannt und mit Veränderungen initiiert werden sowie ein flexibles User Interface, das sich den Bedürfnissen des Nutzers anpasst.
Der Designer steht vor der Frage, wie er die Daten visualisieren kann, um dem Kunden einen Mehrwert zu generieren. Wir möchten anhand bestehender Projekte die wichtigsten Meilensteine aufzeigen: den Weg des lösungsorientierten Designs über die Prototypisierung bis hin zum Produktrelease.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Design-Herausforderungen in IIoT-Anwendungen
  • UI-Konzepte als Basis für Anforderungskommunikation
  • Vom UI-Konzept zur Lösung

Referent: Marcel Göller | Project Manager | M&M Software

Marcel Göller ist Diplom-Informatiker (FH) im Fachbereich Medien. Seit 2001 arbeitet er als Softwareentwickler und User Interface Designer. Als Projektmanager bei M&M Software GmbH betreut er mehrere Cloud-Projekte im Industrie-Umfeld.

Referent: Necati Toprak | UX/UI Design and Engineering | M&M Software

Necati Toprak hat in mehreren Projekten mitgearbeitet und diese auch beratend begleitet, unter anderem für das SF1 (Schweizer Fernsehen) und für verschiedene Werbeunternehmen. Sein Studium in Digitalen Medien hat er an der HFU Furtwangen absolviert. Bei M&M Software arbeitet Necati als UX/UI Designer and Engineer und entwirft Interface-Prototypen für größere Unternehmen.

16:15 Uhr: Wie IIoT-Plattformen die Entwicklung von HMI-Anwendungen vereinfachen können mehr
Häufig stellt die Einführung von HMI-Anwendungen auf dem Shopfloor Unternehmen vor eine Reihe von Herausforderungen. So sind z.B. nicht alle für die Realisierung benötigten Datenpunkte von vornherein integriert. Daneben reicht vorhandene Standardsoftware oftmals nicht für die individuellen Anforderungen auf dem Shopfloor aus. Die Daten müssen an zentraler Stelle – zukünftig zunehmend auch verteilt – verarbeitet, analysiert und aufbereitet werden.
Dabei sollte jedoch kein starres System entstehen, bei dem sich die Integration neuer Produkte, Prozesse, Entscheidungslogiken und Datenquellen als aufwendig und langwierig erweist. Vielmehr müssen sich solche Systeme effizient erweitern lassen, damit auf neue Anforderungen zeitnah reagiert werden kann. Schließlich müssen passgenaue Anwendungen für jede Nutzergruppe mit hoher Usability und Flexibilität entwickelt und bereitgestellt werden.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • wie sich digitale Lösungen in Produktion und Logistik schneller realisieren lassen
  • wie bestimmte Tools dabei unterstützen

Referent: Peter Scheidgen | Consultant & Product Owner | M2MGo

Peter Scheidgen ist aktuell Product Owner & Consultant bei M2MGO. Zuvor hat er neun Jahre als Management-Consultant beispielsweise an der Optimierung und Digitalisierung von Planungs- und Steuerungsprozessen gearbeitet. Er sammelte in diese Zeit u.a. Erfahrungen in den Bereichen Logistik und Immobilienmanagement.

Referent: Reinhold Berger | Solutions Architect | SALT Solutions AG

Reinhold Berger verantwortet als Solutions Architect in der Software-Entwicklung auf Basis von ABAP und JAVA die Weiterentwicklung rund um die Salt-Logistik-Add-ons. Als Technischer Projektleiter hat er viel Erfahrung bei der Prozessoptimierung mithilfe von Softwarelösungen.

16:45 Uhr: Industrie 4.0: User Experience von IIoT-Plattformen:
IIoT ist in den Unternehmen angekommen mehr
Aus Sicht der Nutzer, die später mit dem System arbeiten werden, empfiehlt es sich, zunächst die Anwendungsfälle genau zu definieren und sich genau zu überlegen, was man mit den gewonnenen Daten anfangen möchte. Es gilt also zunächst, die richtigen Fragen zu stellen.
Der Vortrag zeigt anhand von Praxisbeispielen Lösungswege gelungener User Experience für Industrial-IoT-Plattformen. Welche Herausforderungen ergeben sich sowohl für Entscheidungsträger als auch für UX-Designer?

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Umgang mit Nutzer-Bedürfnissen bei IIoT-Projekten
  • Vorstellung geeigneter UX-Konzepte, die den kognitiven Workload des Nutzers verringern

Referent: Dipl.-Des. Florian Fuchs | UX & Usability Engineer, User Interface Designer | CaderaDesign GmbH

Florian Fuchs ist Diplom-Kommunikations-Designer (FH) und zertifizierter Usability Engineer (Fraunhofer FIT). Er arbeitet seit 2009 als User Interface Designer, Usability und User Experience Engineer bei CaderaDesign GmbH. Unter seiner Projektleitung entstanden seitdem viele Kundenprojekte aus den Bereichen Maschinenbau, Industrie, Automation und Medizintechnik, von denen einige Projekte mit Design Awards ausgezeichnet wurden (u.A. iF Design Award – Gold, Red Dot Award, German Design Award).

Referent: Steven Schmidt | UX & Usability Engineer, User Interface Designer | CaderaDesign GmbH

Steven Schmidt ist diplomierter Kommunikations-Designer mit Schwerpunkt Informationsdesign und arbeitet seit 2004 freiberuflich als Interface- und Interaction Designer sowie als Usability- und User-Experience Engineer. Zu seinen Kunden zählen Unternehmen und Institutionen jeder Größenordnung. Für CaderaDesign arbeitet Steven Schmidt ebenfalls freiberuflich seit 2004. Er realisierte zahlreiche digitale Projekte in unterschiedlichsten Anwendungsbereichen und Technologien als kreativer Leiter. Viele seiner Arbeiten sind mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet.

17:15 Uhr
Ende der Veranstaltung

Aussteller 2019